Historische Altstadt

Die Burganlage der Stadt Stolpen wurde erstmals im Jahre 1222 urkundlich erwähnt. Sie weist eine bewegte Chronik auf und ist mit der über 1000jährigen Geschichte Sachsens eng verbunden. Am Anfang des 15. Jahrhunderts beginnt mit der Besiedlung der Nordseite des Burgberges die Geschichte der Stadt Stolpen. Auf diesem Areal befindet sich der alte Stadtkern, welcher durch die Bürgerhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts geprägt wurde.Die Meißner Bischöfe unterstützten wohlwollend die Entstehung der Stadt Stolpen: Bischof Dietrich von Schönberg läßt um 1470 die Stadtmauer bauen Bischof Johann VI. gibt 1503 der Stadt eine Verfassung durch Bischof Johann VIII. erhält Stolpen 1549 das Stadtwappen 1559 wird die Stadt ebenso wie die Burg Kursächsisch. Die Entwicklung als Handwerkerstadt wird durch die Kurfürsten ebenso wie schon durch die Bischöfe gefördert. Bis 1764 war Stolpen eine Garnisionsstadt.Die wohl bekannteste Persönlichkeit Stolpens ist die Gräfin Cosel (1680–1765). Die einstige Mätresse des Kurfürsten von Sachsen (August dem Starken) wurde in der Burganlage, insbesondere im nach ihr benannten Coselturm (Johannisturm) von 1716 bis 1765 gefangen gehalten.In ihrer Geschichte erlebte die Stadt zahlreiche Brände. Die eng aneinander gebauten Häuser und die besonders komplizierte Wasserversorgung der Stadt (altes Pumpensystem/alte Wasserkunst) boten den Flammen leichte Nahrung.
Nach dem Stadtbrand vom 20.2.1795 wurde der Abriß der Schloßmauer beschlossen. Nach 1800 begann das Abtragen der Stadtmauer. Das bis heute erhaltene Niedertor (Dresdner Tor) ist ein Zeitzeuge der alten Stadtgeschichte.

Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Dürrröhrsdorf-Neustadt/Sachsen 1877 wurde Stolpen endgültig für den Fremdenverkehr erschlossen.